Sharm el Sheik 2001

Geschrieben von Thomas Weise.


Sharm el Sheik
27.03. - 10.04.2001

Montag 26.3.
 Wochevoll zu tun; also erst Montag früh die Koffer packen. 20 kg frei
und 15 kg Tauchgepäck sind eigentlich verdammt wenig. (also wird wie
gewohnt das Handgepäck schwer – sehr schwer) 20:00 Uhr - alle treffen
sich am Flughafen ( Vorabend-Check-Inn ist Klasse )


Dienstag 27.3.
 04:00 Uhr aufstehen ( das soll Urlaub sein ? ) 05:15 Uhr treffen am
Flughafen ( komisch – alle waren schon ca. 04:45 da ) 06:00 Uhr Abflug
nach München. In München warten – viel, viel warten und Brötchen für 5,-
 DM. Endlich rein in den Flieger und ab in die Sonne. Knappe 4 Std.
später, nach der kontrollierten Kontrolle der Passkontrolle nun warten
auf das Gepäck – Scheiße !!! – Einige Koffer fehlen. Nach ca. 2 Std.
Zettelausfüllen und hin und her Gelaufe – Stadtrundfahrt zum Hotel:
Albatros Beach – einchecken – leider leicht überbucht – doch konnten wir
 durch diesen Zufall die Villa des Hotelchefs beziehen (wirklich vom
Feinsten) wo dann der allabendliche Tauchtreff stattfinden sollte


 
Mittwoch 28.3.
7:00 Uhr Frühstuck;
7:30 Uhr Minibus zur Basis: – einchecken – und los aufs Boot
 (das wir coolerweise fast für uns hatten) – dann 1.Tg Middel Garden –
relaxen an Bord – 2.Tg Far Garden – Basis – Abendessen – Tauchertreff
auf der Terrasse der Villa (erstaunlich wo all die Alkoholmassen herkommen)

Donnerstag 29.3.
 Etwas später zur Basis; mehr Zeit zum Frühstücken – 1.Tg Ras Umm
Sid – Mittagspause mit Schnorcheln – 2.Tg Paradise - schöne Korallen mit
 leichter Drift – abends drei zum Flughafen Koffer hohlen. Nach ziemlich
 unhöflicher Behandlung der ITS-Reiseleitung – Juhu – alle
Lieblingssachen sind wieder da


Freitag 30.3.
Frühstück. Heidi und Jens in neuen Klamotten - 1.Tg Thomas Reef -
Schildkröte (zeigte uns aber nur ihren Hintern) – Mittag mit Schnorcheln
 in der Lagune von Tiran – 2.Tg Jackson Reef - plötzlich bei der
Rückfahrt – Delfine - eine große Schule schwamm zwischen den Tauchbooten
 vorbei ( Superklasse ) Ägyptischer Abend mit Bauchtanz und Schischa.
 
 

Samstag 31.3.
 Frühstück – Basis – Bootsfahrt in den Nationalpark Ras Mohammed – zum
Shark Reef - verziert mit dem Wrack einer Segelyacht, die bei ihrer
Jungfernfahrt vor 2 Wochen das Riff rammte (der Alkohol macht’s
möglich)1.Tg Shark- und Yolanda Reef mit alter Frachterladung -
Kloschüsseln in 15 m Tiefe – Mittagspause mit Schnorcheln – 2.TG am erst
 kürzlich zum Tauchen freigegebenen Ras Ghazlani - einem wunderschönen
intakten Korallengarten – beim Zurückfahren wieder Delfine ( jipie ) –
Lunchpaket bestellen – Abendessen – kurzen Versacker – relativ früh zu
Bett.
 


Sonntag 01.4.
03:20 Uhr Aufstehen (kein Aprilscherz sondern
Realität) – Lunchpaket nicht da (das ist Ägypten) – im Halbschlaf:
Minibus – Basis – Schiff hier kriecht jeder in eine Ecke um weiter zu
schlafen (außer dem Käpten) – Leckeres Frühstück an Bord (zubereitet
durch den wahrscheinlich besten Schiffskoch vom Sinai – unserem Alla) –
Bootfest machen – 1.TG am Wrack der Thistelegorm (einem engl. Versorger
der im 2. Weltkrieg versenkt wurde) – Schiffswrack bei kaum Strömung von
 allen Seiten bewundert (wirklich Super) – 1 Std. Pause – 2.TG diesmal
ins Wrack hinein durch die Laderäume mit Jeeps, Lkws, Motorrädern und
anderen militärischen Gütern
 wie z.B. einem ganzen Haufen an Gummistiefeln die (erstaunlich gut
erhalten) wild in den Lagerräumen umherlagen – Rückfahrt mit Mittagessen
 und erneuter Schlafphase – Nach dem Abendessen wieder Tauchertreff auf
der Terrasse der Villa mit einem ordentlichen Schluck Dekowasser, einer
netten Zigarre und viel Taucherlatein des wirklich schönen Tages
 

Montag 02.4.
 Frühstück (mit dem obligatorischen Brötchenklau) – Basis – 1.Tg
Woodhouse Reef – Mittag mit Schnorcheln am Gordon Reef (Scheiß
Schnorchelboote –schnorchelnde Nichtschwimmer mit Schwimmwesten und
hundepaddelnd - gehen auf dem Riffdach spazieren – schade, daß dort
keine Steinfische lagen) – 2.Tg auch am Gordon Reef mit schöner
freischwimmender Schildkröte – nach dem Tg am Bord von der Luli 1 gibt
es wieder den leckeren frischgebackenen Kuchen von unserem Lieblingskoch
 der gerne für uns bäckt (wir sind nämlich wirklich nett) – Tauchsachen
mit zur Basis (Boa sind die Sch... schwer) – Sachen waschen weil 2 Tage
tauchfrei (hoffentlich bekommen wir dann wieder die
 Luli 1 unser Lieblingsboot) – Abendessen diesmal an anderem Tisch -
weil der andere Kellner voll scheiße drauf war – Klönrunde ( Jippie
morgen ausschlafen)

Dienstag 03.4.
 AHHHH aufstehen erst 08:50 Uhr – 09:00 Uhr ausgiebiges Frühstücken – am
 Strand entlang nach Sharm el Sheikh City – frisches ägyptisches Brot in
 der Brotbackfabrik geschenkt bekommen (der Backmaschinenbediener freute
 sich sehr über unsere Kugelschreiber) – Minibus nach Na´ama Bay – Bei
Mc Do... eingekehrt – weiter mit „Schaufensterbummeln“ – Hotel – Strand
mit Schnorcheln (Achtung am Fahrstuhl schießen die Vögel scharf und
zielen gut) – Peter und Ute kommen aus München (scheiße, auch ihr ganzes
 Gepäck fehlt – na ja, der nächste Flieger kommt in zwei Tagen) –
Lunchpaket bestellen vielleicht klappt es ja diesmal Abendessen
mit Zwölfertisch (fast kein Problem) – Tratschtreff
 


 
Mittwoch 04.4.
 Urlaub ?? 05:00 Uhr aufstehen – Lunch ist da: 2 matschige Brötchen,
ekelig süßer Fruchtsaftersatz und eine gammelige Orange (mmm lecker) –
mit dem Bus auf zum Katherinenkloster – plötzlich in der Wüste –
Gewitter und starker Regen – Sturzbäche und Wasserfälle von den
Granitfelsen überschwemmen Teile der Strasse dadurch fallen beide Pausen
 der Vierstundenfahrt aus – irgendwann stoppt der Regen und etwas Sonne
tritt hervor sofort will der Touristenführer eine Pause bei den Beduinen
 machen. Der Bus fährt von der Strasse ab, ruckt noch 2 mal, und sitzt
hinten bis zur Achse im lockerenWüstensand
 fest, obwohl der Busfahrer der Beste von ganz Sinai sein sollte
(wahrscheinlich hätten alle anderen den Bus überschlagen lassen ) – auch
 das graben der drei Touribegleiter half nichts – jetzt hatten wir Zeit,
 das (leckere) Essenpaket an die Beduinen zu verschenken (die sich über
alles freuen) – mit vereinten Kräften (BSG Power) haben wir den Bus dann
 freigeschoben – Führung durchs überfüllte Kloster (was tut man nicht
alles für ein bisschen Kultur) – Essen im Dahab Hilton – eine Stunde
Shopping in Dahab (Sharm el Sheikh ist viel schöner und auch nicht
teurer – Rückfahrt mit tollen Blitzen über den Bergen – Abendessen – Klönrunde


Donnerstag 05.4.
Frühstück – Minibus zur Basis nicht da – nach viel Überredungskunst am
Telefon kommt der Bus angerast – Basis – Boot OOHHHH leider nicht unsere
 Luli 1, sondern Salli – Wetter und Wasser wieder wie bestellt – ruhige
See und Sonne satt – 2 Tauchgänge Ras Katy und Far Garden – zu Fuß vom
Hafen zur Basis mit Shopping-Einlage – Peter und Ute zum Flughafen -
Lieblingssachen sind da (diesmal glänzt die ITS-Reisebegleitung durch
Abwesenheit) – Tauchertreff der Alkoholvorrat geht zur Neige ... Mist ! )
 


Freitag 06.4.
Frühstück mit kleiner Geburtstagsfeier von Jens - Basis – Boot nach
Tiran müssen aber Umweg fahren weil Mr. Mubarak im Ort ist und er zwei
Seemeilen vor seinem Hotel keine Boote sehen will – Jorden Reef rote
Seeanemone mit Anemonenfischen auf 28m (oberstes Regal) Mittag in der
Lagune. Woodhouse Reef Fetzengeisterfisch gesehen ( Begegnung der 3.Art )
 – vom Hafen wieder Shopping – Duty Free ? – leider nur 24 Std. nach der
 Einreise – na ja ägyptischen Wodka und Whiskey gekauft – Abendessen;
den Obern Jensis Geb. gesteckt – dann Licht geht aus und die
 Kellner kommen mit ägyptischen Geburtstagsliedern und einer Torte um zu
 gratulieren (wirklich nett) – Torte essen mmm lecker – Geburtstagsfeier
 auf der Terrasse ( boa schmecken die landeseigenen Alkoholika Scheiße –
 und machen vermutlich blind oder so )
 


 Samstag 07.04.
Frühstück etwas kürzer – Minibus kommt früher ( hetz ) - aufs Boot
Flaschen anrödeln und weiter schlafen. Im Nationalpark wieder das schöne
 Riff Ras Ghazlani. Nach der Mittagspause Jackfish Alley Taucherrunde in
 Basis und Verabschiedung von unserem 1A Guide (dem wahrscheinlich
Besten vom ganzen Sinai) Chris, der in seinen wohlverdienten Urlaub geht
 – Abendliche Klönrunde (der ägyptische Whisky ist echt ekelig)
 

Sonntag 08.04.
Frühstück der 12 Personentisch steht bereit (das erste mal) – zur Basis
 kein Minibus dafür drei Taxen (ägyptische Taxen ein Wunder das diese
Dinger noch fahren) – aufs Boot mit Gabi (netter Ersatz für Chris) –
wieder Umweg nach Tiran 1.Tg Thomas Reef – nach dem Mittag in der Lagune
 2.Tg Woodhouse außen ? – superfette Wellen – das Wasser schwappt
überall ins Boot – also doch Innenseite – gute Strömung dann auf einer
Sandbank ein schöner Weißspitzenriffhai den wir bei seinem
Schönheitsschlaf störten (mist, schon wieder so viele Taucher) –auf
Rückfahrt zur Basis Luli 1 und Chefkoch
 Alla getroffen der uns dann noch auf artistische Art einen (seiner
extrem leckeren) Kuchen aufs Boot gebracht hat – im Hafen großer
Abschied von Alla - Basis – Auschecken – großer T-Shirtkauf im
Basisladen – Klönrunde mit großem Logbuchunterschreiben
 

Montag 09.04.
AHH, erst um 08:50 Uhr aufstehen – Frühstück in aller Ruhe – ITS-Onkel
treffen und die Abflugsdaten klären (Unvollständig). Minibus zur Na´ama
Bay – die letzten Pfunde ausgeben zurück nach Sharmdowntown noch etwas
ägyptische Lebensart schnüffeln. z.B. in der Mittagssonne vor sich
hingammelnde halbe Ziegen beim Fleischer) mit Schnorcheln am Ras Umm Sid
 – Tauchsachen packen – Abendessen – Stromausfall – Tauchklöntreff bei
Kerzenschein mit Restesaufen(langsam gewöhnt man sich an den ägyptischen
 Wodka)- Nachts Koffer packen (Juhu, Strom wieder da.)

Dienstag 10.04.
 Freiwillig um 06:00 Uhr aufstehen – 06:30 Uhr treffen an der Freitreppe
 – ca. 200 Stufen bis zum Strand – Frühschnorcheln bei aufgehender Sonne
 und aalglattem Wasser allen Lieblingsfischen tschüß sagen – Duschen –
Frühstück – Lieblingskellner verabschieden – Restepacken – bis der Bus
pünktlich um 12:00 Uhr kommt gemütliches in des Sonne rumlümmeln - 40
min bis zum Flughafen; dort anstehen. Um ins Terminal zugelangen muss
alles durchleuchtet werden – innen das übliche Chaos. 1000sende die
kreuz und quer an Countern oder irgendwelchen Kontrollen anstehen –
warten – warten –warten endlich rein in den Flieger und ab nach München –
 nach ca. 4 Std</span><span style="font-size:13.0pt;language:de" lang="de">.
 und dem üblichen Fliegerfraß – Landung in München ( boa ist das kalt in
 Deutschland ) und wieder warten. Immerhin sind die Damen am
Transitschalter nett und zu kleinen Späßen bereit(T.m.D. !!!) –
Weiterflug nach Hamburg – alle Koffer und Lieblingstauchtaschen sind da –
 große Verabschiedung

Kroatien 2001

Geschrieben von Thomas Weise.

1.9.01
Nach Krk sollte es in diesem Herbst wieder gehen. Und wieder mit dem Auto. Start am 1.10.01 um 17:00 Uhr in Hamburg, in der Hoffnung, in der Nacht weniger Staus zu erleben. Kurz vor Soltau wurden wir eines Besseren belehrt. Vollsperrung der A7 in beide Richtungen die ganze Nacht (Wahrscheinlich sollte der Grünstreifen gemäht werden). Danach ohne Probleme bis nach Kroatien.

2.9.01 Ankunft an der Tauchbasis Ausladen der Lieblingssachen an der Basis, Ausfüllen des Anmeldeformulars und schnell zum Appartement. Wer zuerst kommt, kann sich die besten Zimmer aussuchen. Aber leider sind wir zu spät. Das frisch renovierte App. ist gerade weg. Also haben wir das weniger frisch renovierte bezogen. Es ist wie immer im Leben: Mal verliert man, und mal gewinnen die Anderen. Ist ja eh nur zum Schlafen.

3.9.01 Erste Tauchtag Erstmal zur Basis, um die Lieblingssachen auf's Boot zu rödeln. Es ist zum Glück das selbe Boot wie im letzten Jahr (Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier). Die nächsten Tauchtage laufen wie gewohnt. Zwei Tauchgänge und am Abend: Schlachtplatte mit Knoblauch.

7.9.01 Nachttauchgang in Marak Die Lieblingssachen ins Auto geladen und quer über die Insel nach Marak gefahren. Dort kann von Land getaucht und an Land gegrillt werden. Tagsüber hat der Tauchplatz wenig Spektakuläres zu bieten. Die besonderen Reize liegen hier in den Nachttauchgängen mit frei schwimmenden Octopoden, Furchenkrebsen etc..

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11.9.01 Der erste Tauchgang sollte etwas tiefer gehen, aber irgendwie hat man uns unser Vorhaben an der Nasenspitze angesehen. Mehrmals wurden wir auf die geltenden Tiefengrenzen hingewiesen. Nach dem Auftauchen kam dann auch der unvermeindliche Blick auf den Tiefenmesser und die bösen Blicke von Antje. Nächsten Tag mußten wir dann auch die 40m hoch und heilig versprechen.
Am 13.9. geht's dann wieder Richtung Heimat. Nach einem kurzen Zwischenstop an den Tropfsteinhöhlen in Postonja und dem Duty-Free-Shop zwischen Kroatien und Slowenien ohne Probleme zurück nach Hamburg.

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Kroatien 2001

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Rhodos

Geschrieben von Thomas Weise.

Rhodos

Im Türkeiurlaub 2000 kam uns die Erkenntnis, daß diese Ecke des Mittelmeeres noch einen weißen THIEDE-FLECK hat. Unterhalb lag die südlichste Griechenlandinsel RHODOS. Wir waren zwar die Jahre davor schon 3 Mal auf griechischen Inseln wie z.B.: Zypern, Kreta und Korfu, aber eben noch nie auf Rhodos.

Die Reisevorbereitungen begannen mit der Kontaktaufnahme übers Internet mit einer Tauchbasis auf Rhodos. Wolfgang, von den Waterhoppers lobte seine Tauchgründe in höchsten Tönen und die Homepage versprach Tauchgenuss erster Güte.

Gegen 18.00 Uhr Ortszeit flog der A300 eine Schleife über die Nordspitze der Insel. Die Koffer und deren Besitzer wurden nach kurzem Transfer im Hotel abgekippt.

Der erste Urlaubstag begann mit viel Sonne, warten auf Wolfgangs versprochener Kontaktaufnahme und dann doch lieber meiner Eigeninitiative und dem Dauergebrauch meines Handys und Leihwagens. Ich wußte, daß man nur in der Bucht von Kalithea tauchen durfte. Aber der Ort hat ja viele Buchten, welche ist die besagte Bucht? Also fragen, fahren, fragen, zurück, wieder ein Stück vor. Kein Schild, kein Hinweis und eine Handyansage auf griechisch (ist wohl nicht erreichbar oder momentan ausgeschaltet). Gegen Mittag war der Zufall unser Freund. Von einer Klippe konnte man ein Tauchboot sehen. Also DAS muß denn wohl die Bucht sein. Der Sandweg in der Bucht hörte vor einem Geröllfeld auf. Ich musste über spitzes Lavagestein und Felseinschnitte auf eine Plattform klettern, an der drei Tauchboote mit ihrem Heck lagen. Das weiß-rote und größte Boot, mit dem meisten Chaos an Bord und vor der Plattform auf der ca. 40 Anfänger wuselten war MEIN Club. Die Waterhoppers. Aber wo war Wolfgang? Fragen hier, warten dort und eine neue Handynummer von Wolfgang der sich wohl am Stützpunkt in Rhodos-Stadt im Mandraki-Hafen aufhielt.

Rein ins heiße Auto und ins Großstadtgetümmel einer südländischen Metropole. Wo kann das sein? Wie hieß das noch? Links, ach ne rechts, oder doch doch gerade aus. 16.00 Uhr geschafft, die lange Hafenmole. Aber wo ist Wolfgang? Handy her. Vergiß es, da tut sich gar nichts! 17.00 Uhr, die Tauchboote kommen zurück. Das letzte ist natürlich der HOPPER-POT. Wieder kein Wolfgang und überhaupt, andere wollen auch verdienen. Also kurzerhand aufs Nachbarboot, Verabredung für den nächsten Tag und schon war der erste Urlaubstag geschafft.

Am nächsten Morgen hieß es Gleichgewicht halten. Unter mir scharfkantiges Lavagestein, rechts eine Tasche mit Tauchklamotten, links das Unterwassergehäuse mit Lampe und Kamera und auf dem Rücken ein Rucksack mit weiterem Tauchgerötel. Nun noch über den Steg auf die Plattform und rauf aufs Boot. Wir fuhren aber leider nur enttäuschende 200 Meter zu einem Felsvorsprung und man kippte uns 4 Taucher ins +22° C warme Wasser.

Die Sicht gute 25 Meter und hier und da einen Schwarm Mönchsfische. Da das HIGHLIGHT, eine Moräne, dann noch ´ne Nacktschnecke anschließend und eine Mittagspause.

Nachmittags paddelten wir ca.500 Meter an der Wasseroberfläche, in die Mitte der Bucht. Dann ging es
auf 16 Meter Richtung Höhle. Sie hatte Verbindung nach oben. Der Hohlraum war zur Hälfte eingebrochen und man konnte die Sonne sehen.

Auf dem Rückweg, kurz vor dem Schiff, sahen wir in ca. 8 Metern Tiefe einen Oktopus.
Trotz meiner 30 oder 40 bar entschloß ich mich NUR MAL EBEN die Kamera draufzuhalten. Sehr leichtsinnig und gefährlich wie sich heraus stellte. Mein letzter Blick aufs Finimeter zeigte mir nur noch 10 bar. Jetzt aber rauf. Ich muß die letzte Luft für einen geregelten Aufstieg nutzen. Sind ja NUR 8 Meter. Zu spät. Dieser Atemzug ging schon deutlich schwerer. Ich hatte keine Luft mehr. Verdammt, wie konnte mir das passieren? Fast 400 Tauchgänge und nun dieses! Noch einmal Luft holen wollte ich nicht, wer weiß, vielleicht dringt dann Wasser mit in den Regler und das könnte dann auch noch Panik auslösen. Also, langsam nach oben und die angehaltene Luft kontrolliert entweichen lassen, so wie Gerd es uns hundert mal gezeigt hat. Noch vier Meter, egal, schön langsam, wir haben es ja wieder und wieder geübt. Ich hätte mich nicht verleiten lassen dürfen, noch ´ne Aufnahme und noch eine andere Einstellung zu filmen. Keine Ausreden und schon gar nicht unter 50 bar. Langsam kommt die Wasseroberfläche näher. Geschafft, ein tiefer Atemzug an der frischen Mittelmeerluft und die Erkenntnis, dass die trügerische Urlaubsfreude und das Mittelmeer-Wohlfühlgefühl sich bitterlich umkehren kann.

Der Tauchguide nahm mich nach einigen Minuten an Bord zur Seite und machte mir auf englisch unmissverständlich klar, dass er das von einem Rescue-Taucher nicht erwartet hätte. Es wäre müßig zu sagen, dass auch ich es von mir kaum glauben konnte. Es war ein Fehler, der mir so auch nicht mehr passieren wird.

Die Tauchklamotten blieben an Bord, so dass ich am nächsten Tag die gefährliche Klettertour mit beiden Händen überstehen konnte. Der Tauchgrund war der gleiche, weil wir ja nur in dieser Bucht (laut griechischer Regierung) tauchen durften. Also wiederholte sich in groben Zügen der vorherige Tauchtag mit einem Unterschied. Ich gab WIE ÜBLICH mein Tauchgangsende mit 50 bar an und stieg auf.

PS: Ich liebe 50 bar................................................................................

F.Axel Thiede.

Scapa Flow 2000

Geschrieben von Thomas Weise.

image3361Scapa Flow 2000

Irgendwann hatte ich einen Artikel über Scapa Flow gelesen, entweder in der „Tauchen“ oder in der „Unterwasser“. Die dort versenkten Schiffe sind danach ein Eldorado für Taucher, und da mich die Unterwasserwelt des Atlantik schon immer fasziniert hat, musste ich dort auf jeden Fall mal hin.

Es war klar, dass dies keine Sache für normale Sporttaucher ist, und so schlief das Vorhaben wieder ein. Im Dezember 1997 besuchte Anke Otto ihre Mutter Renate in Hamburg und hat mit uns zwei Tauchgänge in Hemmoor gemacht. Anke lebt seit vielen Jahren in England, ist begeisterte Sporttaucherin und kennt etliche Tauchgründe auf der Insel, unter anderem auch Scapa Flow. Wir haben sie natürlich gefragt und damit war Scapa Flow wieder im Gespräch, ich wollte da hin, die Frage war nur wann, eventuell 2001 fahren einige aus der Gruppe mit, eventuell, müssen wir mal überlegen, wer fährt denn noch mit, o.k. 2001 das kriegen wir hin. Nun wurde die Sache doch tatsächlich ernst und ...... wo genau liegt eigentlich Scapa Flow?

Nun, Scapa Flow ist eine von den Orkneyinseln gebildete Bucht, wenn man so will ein riesiger natürlicher Hafen im Norden Schottlands. Hier wurden am 21. Juni 1919 – eine Woche vor dem Friedensschluß von Versailles – 74 Kriegsschiffe der deutschen Hochseeflotte, also fast 710010 Tonnen, von den eigenen Besatzungen versenkt. Hier hat U-Bootkommandant Prien im 2. Weltkrieg die Royal Oak versenkt. Nur bei der Versenkung der Royal Oak hat es Tote gegeben (mal abgesehen von der spontanen Erschießung acht deutscher Seeleute durch Engländer bei der Versenkung der Flotte) und so ist dieses Schiff zum Grab erklärt worden und für Taucher gesperrt. Im Laufe der Jahre nach 1919 haben die Briten viele der deutschen Kriegsschiffe gehoben und ausgeschlachtet, aber es liegen immer noch einige auf Grund und warten auf uns Taucher. Hinzu kommt, dass im 2. Weltkrieg einige der Zugänge zum Flow mit Schiffen blockiert wurden, um die Gewässer zu schützen und kontrollieren zu können. Man hat zu diesem Zweck alte Schiffe mit Ballast gefüllt und an den entsprechenden Stellen versenkt. Alle diese Schiffe können betaucht werden.

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Erste Eindrücke

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Unterwegs trafen wir dann rein zufällig Anke, d.h. eigentlich hatte sie uns gefunden. Wir waren in einem Lokal zum Mittagessen und ihr fiel das geparkte Gespann mit dem Kennzeichen „WL-....“ auf. Na, ja Winsen-Luhe ist eben überall. Auf der Fahrt konnten wir dann glücklicherweise doch noch tanken, so daß auch unsere Rückreise gesichert war. Die folgende Überfahrt von Scrabster nach Stromness gestaltete sich problemlos. Um ca. 19.30 Uhr legte die Fähre in Stromness an, und wir hatten das Glück, daß unser Boot am gleichen Anleger gegenüber festgemacht hatte. Der Weg war also optimal kurz und der Transport unseres Gepäcks auf das Boot entsprechend einfach.

Unsere Kabine hatte sieben Kojen, fünf mit einer Länge von ca. 1,80m und zwei längere. Die Kabine war im großen und ganzen unsauber, um genau zu sein ziemlich versifft. Es gab so gut wie keine Unterbringungsmöglichkeit für Kleidung, alles war feucht und eng. Der erste Eindruck war verheerend und wir überlegten uns, eine andere Bleibe zu suchen. Der zweite und dritte Eindruck war immer noch verheerend, aber wir entschlossen uns dann doch zu bleiben und zu Hause alles, aber auch alles gut durchzuwaschen. Die Gemein-schaftstoilette und die zwei Duschen waren eng, aber sonst o.k., bis auf die Tatsache, daß eine der Duschen immer defekt war. Man hatte so das Gefühl, sich in Südeuropa zu befinden, oder in Ägypten, obwohl in Ägypten waren die Zimmer sauberer. Die äußerst laute Pumpe für die Toilette befand sich an der Trennwand meiner Koje zum Maschinenraum, und ich habe darum gebeten, nachts über Bord zu pinkeln; schlafen wollte ich schon noch. Im übrigen war es eh egal, alle Abwasser gingen ungeklärt direkt in die See oder den Hafen. Das Boot entsprach also nicht so ganz unseren Vorstellungen.

Nun aber genug genörgelt, der Skipper war gut und das Tauchen, einfach super!

Tagebuch

(Sonntag, vormittags) 17.09.2000

SMS "Brummer"
Erster Tauchgang, zum Eingewöhnen, gute Sicht, wir sind begeistert, der ganze Schiffsrumpf ist bedeckt mit Seesternen, sieht aus, als wenn das Wrack Würmer hat.

(Sonntag, nachmittags) 17.09.2000

SMS "Karlsruhe"
Guter Tauchgang, Sicht gut, Wrack ist aber schon sehr stark verfallen.

(Montag, vormittags) 18.09.2000

SMS "König"
Mäßige Sicht, sonst gut.

(Montag, nachmittags) 18.09.2000

Torpedofangschiff "F2" und Schute "YC21"
Zwei Schiffe nah neben einander, konnte man nicht verfehlen, da zwischen den Wracks ist eine Führungsleine gespannt ist. Sehr guter Tauchgang, gute Sicht, die F2 ist ein englisches Kriegsschiff, die YC21 ist eine Barkasse aus Holz, die auf Grund einer Überladung gesunken ist. Wir sind durch die Barkasse durchgetaucht, fantastisch.

(Dienstag, vormittags) 19.09.2000

SMS "Dresden"
Gute Sicht, Wrack gut erhalten, Jürgens Trockentauchanzug ist kaputt, der Reißverschluß hat sich verabschiedet, Jürgen taucht jetzt halbtrocken / halbnass, naja – er ist eben hart im Nehmen.

(Dienstag, nachmittags) 19.09.2000

Blockschiff (Gobernador)

Janusz muß zum Zahnarzt und fällt für diesen Tauchgang aus, anfangs leichte Strömung, haben den Wasserstillstand zwischen den Tiden sehr gut erwischt, Kompliment an den Skipper, sehr gute Sicht, Wracks stark verfallen, großer Hummer

(Mittwoch) 20.09.2000
Tauchen fällt aus, Sturm, leichter Regen, ungemütliches Wetter, sind den ganzen Tag in Kirkwall, schönes kleines Städtchen, wegen des Wetters fallen sogar die Führungen in den Brennereien aus, wir haben trotzdem die Highland Distille besucht und einige Whiskeys abgestaubt, schmecken sehr gut, in Kirkwall gibt es sogar Palmen, wahrscheinlich eine besondere Art.

(Donnerstag, vormittags) 21.09.2000

SMS "Köln"
Jürgen hat seinen Trockentauchanzug repariert zurück und nun mit einem verstärkten und längerem Reißverschluß. Er sieht glücklich aus, war wohl im Naßtaucher nicht so das Richtige, von wegen....nur die Harten kommen in Garten!!. Gute Sicht, auf ca. 34m ein Seehund, ich mußte mich erst einmal kneifen und noch mal hinsehen um das zu glauben, an der Wasseroberfläche dann ein ganzes Rudel Seehunde.

(Donnerstag, nachmittags) 21.09.2000

Blockschiff (Tarbarka)
Anfangs und nachher starke Strömung aber problemlos, auftauchen mittels Signalboje, Schiff liegt Kieloben, Tauchgang nur im Schiff, einer meiner schönsten Tauchgänge, der Skipper holt alle Taucher ab, Axel konnte leider die Videokamera nicht mitnehmen.

(Freitag, vormittag) 22.09.2000

"James Barry"
Geplant ist heute etwas weiter weg zu fahren. Der Skipper hat die Maschine um ca. 6 Uhr angelassen, habe mich der­maßen erschrocken, daß ich aus der Koje springen wollte, das Ergebnis war ein Hörnchen. Auf der Fahrt zum Wrack, ca. zwei Stunden gischt es immer gut in die Gänge, man kommt einfach nicht trocken zu den Anzügen, der Skipper hat die Türen aufgemacht und verriegelt, normal ist das nicht. Das paßt zu gestern, da lief er drei oder vier mal vom Steuerhaus des Bootes zum Kai immer am propevollen Abfalleimer vorbei ohne ihn mitzunehmen. Wir haben es dann leider auch vergessen, und deshalb liegt der ganze Kram wegen der Dünung nun schön verteilt auf dem Boden. Das Wrack war dunkel, wir haben leider kein Briefing und damit keine Vororientierung. Es hingen jede Menge Mischgastaucher an der Shotline, also in der Menge stören die schon. Alles betrachtet ist es der schlechteste Tauchgang, außerdem befindet sich Öl am Wrack und eines der Tauchboote zieht eine breite Ölspur hinter sich her. Die Anzüge mussen wir mit Spüli reinigen, geht aber sehr gut.

(Freitag, nachmittag) 22.09.2000

Torpedofangschiff "F2" und Schute "YC21"
Schlechte Sicht, müssen hunderte Taucher kurz vor uns dagewesen sein, die Shotline schon beim Abtauchen voller Taucher, beim Auftauchen immer noch viele Taucher, zwei sehe ich die in 9m anscheinend eine Dekopause machen, bei einer Maximaltiefe von 18m läßt so ein Verhalten nicht gerade auf vernünftiges Tauchen schließen.

(Samstag, nachmittag) 23.09.2000

Loch Oich
Der Anhänger wurde wieder ganz ausgeräumt. Wasser wie in Loch Ness, Grund schlammig, ist ein Tauchgang um die Ausrüstungsteile zu spülen, mehr nicht.

 

 

 

 

Frankreich 2010

Geschrieben von Thomas Weise.

    2010 führte uns der Weg nach Südfrankreich - Wracktauchen stand auf dem Programm... Und wir wurden reichlich belohnt! Morgens fuhren immer zu einem neuen Wrack und nachmittags stand dann ein gemütlicher Tauchgang an wunderschönen Naturtauchplätzen auf dem Programm.