Pokalsieg 2011

BSG Tischtennis: Der letzte große Titel...

In fast 50 Jahren hat die BSG Tischtennis fast alle Titel in Einzel wie auch mit den Mannschaften gewonnen.

Einer fehlte noch: Der Pokalsieg.

VON LINKS NACH RECHTS: Christian Lauenroth, Hormos Ghanaati, Kapitän Michaela Bruchlos, Marcel Busch, Helmut Heide, Christian Grabsch, Andy Sarwoko
VON LINKS NACH RECHTS:
Christian Lauenroth, Hormos Ghanaati, Kapitän Michaela Bruchlos, Marcel Busch, Helmut Heide, Christian Grabsch, Andy Sarwoko

Nicht mal eine Endspielteilnahme stand zu Buche und so gab Spartenleiter Udo Dümmer Anfang der Serie die Devise aus "Wir holen den Pokal".
Die Verteidigung der Meisterschaft würde aufgrund personeller Engpässe schwer werden und so war es dann auch.
Nachdem sich die Hamburger Gerichte
den Meister-Pokal von uns geschnappt hatten, wollten wir im Pokalendspiel den Spiess umdrehen.
Titelverteidiger Gerichte fuhr schwere Geschütze auf.
Zwar fehlte ein Verbandsliga-Spieler, aber dafür waren beide Oberligaspieler zugegen; der "Rest" 1. Landesliga.
Im oberen Paarkreuz beide Linkshänder und damit nicht gemeinsam im Doppel; sollte sich das zu einem Vorteil entwickeln...?

Die HOCHBAHN hatte eine ausgeglichene Mannschaft; unsere beiden langjährigen Trainer Andy Sarwoko und Hormos Ghanaati, die beiden Gastspieler Christian Lauenroth und Helmut Heide. Dazu die "Twens" Marcel Busch, Sohn unseres Handwerkers Michael Busch und Christian Grabsch, der bei uns seine 4-jährige Ausbildung zum Mechatroniker absolviert hat.

Der Spielverlauf:
Anfangs-Doppel 2 : 1 für uns; ein guter Start.
Im oberen Paarkreuz schlägt Ghanaati den Dr. Krüger, super.
Sarwoko schlägt Krause und Grabsch den Vehslage.
Halbzeit nach drei Doppeln und sechs Einzeln: 5 : 4 für uns, hauchdünne Führung. Es folgen weitere neun Spiele:
Nun die Sensation:
Alle drei Doppel im 5. Satz für uns!!! Die Gerichte hatten zwei nicht eingespielte Doppel, ein klarer Vorteil für uns!
Stand nun 8 : 4: die Vorentscheidung?
Nein!
Alle Einzel werden verloren außer Sarwoko gegen Papenfuß.
Es steht 9 : 8 und Heide führt 2 : 1 Sätze gegen Vehslage.
Gleicht im 4. aus zum 10 :10 Punkte und verliert doch noch.
Der entscheidende 5. Satz: Heide führt 10 : 6 Punkte, dann plötzlich 10 : 10 Punkte.
Es droht bei 9 : 9 ein Entscheidungsdoppel.
Doch ein Kantenball für Heide und dann der erlösende Punkt zum Sieg und damit zum 10 : 8 Endstand.
Der erste Pokalsieg in 49 Jahren und damit die Revanche für das Abgeben der Meister-Schale.
Die Gerichte nahmen es sehr sportlich und sahen ihren "Doppel-Fehler" ein.

Udo Dümmer